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Fermentation / fermentieren

Unter Fermentation versteht man organische Umwandlungsprozesse mit Hilfe von Mikroorganismen wie Bakterien oder Enzymen. Mit Hilfe von Fermentation können Lebensmittel haltbar gemacht oder veredelt werden. Auch die alkoholische Gärung wird als Fermentation bezeichnet. Werden fermentierte Lebensmittel nicht erhitzt, so enthalten sie lebende Mikroorganismen wie Bakterien. Lebende Mikroorganismen wie Bakterien sind für unser Mikrobiom sehr förderlich.

Kurzkettige Fettsäuren / SCFAs (Short Chained Fatty Acids)

Kurzkettige Fettsäuren im Englischen auch Short Chain Fatty Acids (SCFAs) genannt, sind Fettsäuren bis zu einer Kohlenstoff-Kette von 6 Atomen. Kurzkettige Fettsäuren entstehen in unserem Darm, wenn bestimmte Darmbakterien wasserlösliche Ballaststoffe (Präbiotika) verstoffwechseln. Kurzkettige Fettsäuren sind also ein Stoffwechsel-Produkt unserer guten Darmbakterien. Man kann die kurzkettigen Fettsäuren auch als Postbiotika beschreiben. Verschiedene Bakterienspezies stellen verschiedene Fettsäuren her. Zu den kurzkettigen Fettsäuren zählen u.a. die Essigsäure, die Propionsäure wie auch die Buttersäure. Kurzkettige Fettsäuren sind an der Regulation unseres Appetits und auch an unserem Energiestoffwechsel beteiligt. Außerdem dienen kurzkettige Fettsäuren wiederum denjenigen Darmbakterien als Futter, die uns vor Entzündungen schützen können und sie dienen auch den Zellen der Dickdarmschleimhaut als Energielieferant. Zudem spielen kurzkettige Fettsäuren wichtige eine Rolle in unserer Immunabwehr.

FODMAP

FODMAP ist die Abkürzung für fermentierbare Oligo-, Di-, Monosaccharide und Polyole. FODMAP steht also für Kohlenhydrat- und Zuckeralkoholgruppen, die in vielen unserer Lebensmittel enthalten sind. FODMAPs werden in unserem Dünndarm nur schlecht resorbiert und werden dann im Dickdarm von unseren Bakterien vergoren (fermentiert). Bei dieser Gärung werden Gase produziert, die nicht gefährlich sind, aber bei einigen Menschen Schmerzen, Durchfall und Blähungen verursachen können. Zu den FODMAPs zählen z.B. Fruktose, Laktose und Sorbit. Für Menschen, die unter einem Reizdarmsyndrom leiden, kann es sinnvoll sein, sich eine zeitlang FODMAP arm zu ernähren. Allerdings wäre es von Vorteil FODMAP arme Diät mit einem Arzt oder Ernährungsberater zu besprechen, damit die Ernährung nicht zu einseitig wird.